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Freitag, 18. Juni 2010

Es ist ein Kreuz ohne Rückgrat


Am 4. Juni 2010 erschien In der Wochenzeitung “Junge Freiheit” folgender Leserbrief zum Artikel “Holzelement”-Urteil von Claus-M. Wolfschlag:


Es ist ein Kreuz ohne Rückgrat


Ihr Bericht paßt zu einer aktuellen Meldung, derzufolge Niedersachsens Gerichte “fast kreuzfrei” sind. Warum geht kein Aufschrei durch die Bevölkerung, wo ist der Restbestand an Christen in unserem Lande? Es ist mit Sicherheit kein Grund zum Jubeln, wenn wir beflissen unsere Kruzifixe in den Gerichten abnehmen. Wir sollten unsere Vergangenheit und unser Erbe annehmen, aber nicht rückgratlos jedem Angriff auf unsere abendländische Kultur nachgeben: Sei es durch eine türkische Ministerin in Niedersachsen, durch den Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland oder den hannoverschen Anwalt Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden. Es wird Zeit, daß wir Nationalstolz entwickeln.

Dorit Kosian, Bad Nenndorf

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Auf dem Vorgängerblog "www.scheunenkreuz.de" wurden hierzu folgende Kommentare gepostet:

ein buerger schrieb am 22. Jun. 2010

Von dieser Zeitung hat man ja auch keine andere Reaktion erwartet ;)

gruss

ein buerger

Melinda schrieb am 16. Aug. 2010

Nuja, die Sache zeigt, wie gut es uns doch geht. Dass Nachbar hier und Nachbar dort, Zeit und Muße haben, sich über so etwas zu zoffen.
Ein Pakistani würde dieser Tage nur den Kopf schütteln, hörte er von so einer Sache.
Melinda

Heinrich Drager schrieb am 15. Okt. 2010

Haben Sie sonst keine Probleme? So viel Aufwand.

…suaviter in modo




Freitag, 23. April 2010

“Angst vor dem, der am Kreuz hängt?”


Leserbrief in der Offenbach Post vom 22. 04. 2010:

Zum Urberacher Kreuz-Streit:


[...] Sehr bedauerlich ist es schon, dass eine Richterin, aus welchem Grund auch, die Gerichtsverhandlung sehr kurz führte und beschämender Weise das Wort Kreuz nicht erwähnte, sondern es als Holzelement bezeichnete. Hat die Dame eventuell Angst vor dem, der an diesem Kreuze hängt und sie irgendwann vor dessen Richterstuhl steht und gesagt bekommt. “Ich kenne diesen Menschen nicht”. Es ist dann möglich, dass sie dann erwidert, ich habe kein Urteil über dich, Herr, gefällt, sondern über ein Holzelement.

Wo es mir allerdings den Hals zuschnürt, ist, dass ein katholischer Priester, der den kurzen Prozess verfolgte, so wenig Mut hatte, die Dame in die Schranken zu weisen. Dem unmutigen Herrn und seinen Glaubensbrüdern sei gesagt: Glaubt Ihr auch schon nicht mehr an Christus, da Ihr so wenig Mut habt? Es steht geschrieben, wenn Ihr vor Gericht steht, fürchtet Euch nicht, ich werde aus eurem Munde sprechen.

Ich hatte in einem Taunusdorf einen Onkel, welcher erfuhr, dass in einem Landschulheim alle Kreuze von der Waffen-SS entfernt werden sollten. Er stellte sich am nächsten Tag vor die Eingangstür und rief den Schergen zu: Ihr kommt nur über meine Leiche herein! Nach circa einer Stunde fuhren die Offiziere wieder weg. So mancher Mensch, der den Herrgott missachtete, nahm in seiner Sterbestunde ein Kreuz und flehte um Verzeihung. Ein ganz wichtiger Satz von Jesus war. Wenn Ihr mich vor den Menschen bekennt, so werde auch ich Euch vor dem Vater bekennen.

Hermann Ufrecht, Mühlheim

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Auf dem Vorgängerblog "www.scheunenkreuz.de" wurden hierzu folgender Kommentar gepostet:

held-der-arbeit schrieb am 14. Jun. 2010

Ich glaube nicht, dass die Richterin Angst vor dem lieben Gott hat - sonst hätte sie die Dinge beim Namen genannt. Ich glaube, sie will vermeiden, dass sich am Scheunenkreuz ein christliches Selbstbewußtsein entzündet. Die Betonung liegt hier auf “Selbstbewußtsein”.

Denn das ist es, was denen da oben gefährlich werden kann. So lange wir wie Schafe alles hinnehmen, bleibt alles so wie es ist - bzw. wird noch schlimmer. Solange wir uns dumm und klein halten lassen, beraubt unserer Identität und Integrität, werden “die” machen was sie wollen. Der sogenannte Rechtstaat ist bloß ein Deckmantel.

Dass wir von den Pfaffen nichts erwarten können - außer ein paar wenigen Ausnahmen - ist ja wohl nichts Neues.

Merke: Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.

Grüß

der held-der-arbeit


 

Montag, 22. März 2010

Leserbriefe in der Offenbach Post zum Langener Kreuz-Urteil


Als Reaktion auf den Offenbach-Post-Artikel „Gericht weist Kreuz-Klage zurück“ vom 13.02.2010 erschienen in derselben Zeitung bislang drei Leserbriefe, die im folgenden dokumentiert seien:


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Leserbrief, 19.02.2010:


„Sind tief gesunken“

Unabhängig von dem Grund der Klage oder dem (vorläufigen) Ausgang des Prozesses stört mich an dem Bericht des Herrn Löw die Aussage, dass die Richterin Prass während der Verhandlung stets von einem „Holzelement“ gesprochen hat.

Nachdem eine Grüne vom Amtsgericht Langen bestätigt bekam, dass in ihrem Beisein kein Kreuz mehr im Sitzungszimmer des Kreishauses hängen darf, darf wohl nun auch im Amtsgericht Langen ein 1,40 Meter hohes Holzkreuz nicht mehr „Kreuz“ genannt werden!

Wie tief sind wir gesunken!

Karl P. Sturm
Rödermark/Urberach

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Leserbrief,  02.03.2010:


Kritik an Richterin

Als Anwesende beim Langener Amtsgerichtstermin in der Angelegenheit um die Kreuz-Klage fand ich es unverständlich, dass die amtierende Richterin der Gestaltung der Scheunenwand des Klägers diesem grundsätzlich zustimmte, aber im gleichen Atemzug in der absurden Vier-Minuten-Verhandlung nicht vom Hausfriedensbruch des Nachbarn mit dessen eigenmächtigem Vergreifen an fremden Eigentum sowie dem unerlaubten Entfernen des Kreuzes sprach!

Dem Kläger wurde nicht die Möglichkeit eingeräumt, den Sachverhalt so darzustellen, dass seine Scheunenwand teilweise einen Abstand von 25 Zentimetern zur Grundstücksgrenze vorweist. Vom Eingriff in das Persönlichkeitsrecht nach dem Grundrecht Artikel 2,1 war seitens der Richterin auch keine Rede.

Diese Vier-Minuten-Verhandlung hinterließ bei den meisten Zuhörern Verwunderung, Sprachlosigkeit und Kopfschütteln, verbunden mit Fragen, wie heute von so genannter richterlicher Obrigkeit mit meines Erachtens willkürlichen vorgefertigten Entscheidungen ge/verurteilt wird. Sieht so unsere Rechtsprechung aus?

Monika Schmidt
Dreieich/Sprendlingen

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Unter der Überschrift

Sorge um Wert des Kreuzes

veröffentlichte die Offenbach Post am 18.03.2010 einen Leserbrief von Oskar Rembow und Werner Spamer. Die Offenbach Post druckte den Leserbrief leicht gekürzt (ohne die Aussage des Briefes zu beeinträchtigen). Da die Leserbriefschreiber mir ihren Brief zur Verfügung gestellt haben, veröffentliche ich hier den Leserbrief in ungekürzter Form:

Leserbriefe in der OP vom 19.2. und 2.3.2010 nahmen Stellung zu der Verhandlung des Amtsgerichtes in Langen, zu deren Verlauf die Unterzeichner im Nachgang Bezug nehmen.

Verhandelt wurde damals über das „Scheunen-Kreuz“, das der Eigentümer für alle sichtbar an seiner Scheunenwand zum Nachbarn hin angebracht hatte. Von diesem wurde es in der Karwoche 2009 entfernt und damals über das Tor in den Hof des Besitzers geschmissen.

Dem sorgfältigen Leser der OP wird es darüber hinaus nicht entgangen sein, dass die die Verhandlung autoritär führende und auf kein Argument des Klägers eingehende Richterin, Frau Kerstin Prass, im Verlauf der nur wenige Minuten dauernden Gerichtssitzung – aus welchen Gründen auch immer – das Wort „Kreuz“ nicht in den Mund nahm. Das Zeichen der Christenheit hatte sie für alle aktiven Christen beleidigend und letztlich diffamierend mehrfach als „Holzelement“ bezeichnet.

Der an der Gerichtsverhandlung als Zuhörer teilnehmende kath. Pfarrer der St. Gallusgemeinde in Urberach, noch seine geistlichen Mitbrüder im Dekanat und darüber hinaus, die mittlerweile sicherlich auch über den Verlauf der Verhandlung informiert sind, haben bis heute keine öffentliche Stellungnahme zu der beschämenden Aussage der Richterin über das Kreuz abgegeben. Zum Bedauern vieler Christen schweigt man sich aus. – Schade!

Angesichts der im Raum stehenden Problematik haben die Unterzeichner folgende Fragen: Wie ist es fortan in der Öffentlichkeit um den Stellenwert des Kreuzes bestellt? Wie lange noch lassen Christen das über sich ergehen? Was sagt unsere „Amtskirche“ zu dieser Kreuzesverhöhnung?

Wir – sicherlich auch andere Christen – erwarten eine Antwort. Schweigen aus Toleranz – aus welchen Gründen auch immer – hat sich in letzter Konsequenz noch nie gelohnt.

Oskar Rembow / Werner Spamer
63322 Rödermar


 





Freitag, 30. Mai 2008

Wer Kreuz verhüllt, lenkt erst recht Aufmerksamkeit darauf


Leserbrief in der Offenbach Post vom 29.05.2008

Wer Kreuz verhüllt, lenkt erst recht Aufmerksamkeit darauf

Zu. „Streit um Kreuz an der Scheunenwand“, OP vom 22. Mai:

„Ich möchte zu dieser merkwürdigen Episode um das Kreuz an einer Scheunenwand in der Bachgasse, die mich ein wenig an die Geschichten von Don Camillo und Peppone erinnert, Stellung nehmen. Herr Müller, an dessen Grundstück die Scheunenwand mit dem Kreuz angrenzt, behauptet, sein Nachbar Herr Braungart habe das Kreuz als Provokation angebracht, weil er sich seit längerem in Nachbarschaftsstreitereien mit ihm befinde. Vielleicht sollte sich Herr Müller einmal die Frage stellen, ob wirklich alles, was sein Nachbar tut, nur als eine Provokation gegen ihn gedacht ist.

Ich frage mich allerdings auch, wie Herr Müller sich durch das Kreuz überhaupt provoziert fühlen kann, da er doch selbst ein Christ ist. Er könnte sich provoziert fühlen, wenn er ein kämpferischer Atheist wie Peppone oder ein intoleranter Andersgläubiger wäre. Aber als Christ kann er sich dadurch eigentlich unmöglich provoziert fühlen, da das Kreuz in keiner Weise verfremdet ist und nur für sich selber steht. Als Christ müsste daher das Kreuz ein Zeichen sein, zu dem auch er steht.
Freilich ist es gewissermaßen ein Novum und daher vielleicht gewöhnungsbedürftig, dass jemand ein Kreuz an ein Privatgebäude hängt, da fast alle Gebäude, an denen Kreuze hängen, Kirchen oder Kapellen sind, aber es gibt kein Gesetz, das dieses verbietet. …

Dabei lenkt Herr Müller aber gerade dadurch, dass er das Kreuz verhüllt, die Aufmerksamkeit der Leute noch ganz besonders auf das, was hinter der Verhüllung steckt. Herr Müller weiß, dass er eine Entfernung des Kreuzes nicht erwirken kann, da es Eigentum seines Nachbarn ist, der das Kreuz an sein Eigentum, die Wand seiner Scheune, angebracht hat.

Durch die Verhüllung wird das Kreuz also nicht beseitigt und auch das Wissen der Menschen, dass sich hinter der Verhüllung das Kreuz befindet, wird dadurch nicht weggewischt. Es wird durch die Verhüllung auf paradoxe Weise ähnlich „sichtbar“ wie der Reichtstag durch die Verhüllung Christos sichtbar wurde. Wollen wir hoffen, dass Herr Müller irgendwann einsieht, dass seine Kreuzesverhüllung auf Dauer keinen Sinn ergibt und er das Kreuz wieder enthüllt. Auch Christo hatte den Reichtstag nicht ewig zugehängt.“

Gregor Vetter
Rödermark/Urberach